Aktuelle Termine und Auftritte

Konzert in der Suhler Hauptkirche: Kodaly "Psalmus Hungaricus"
Der Suhler Knabenchor und die Suhler Singakademie präsentieren am Samstag, den 1. November 2008 Kodalys berühmten "Psalmus hungaricus" und Brahms "Alt-Rhapsodie" sowie das "Schicksalslied" in der Suhler Hauptkirche St.
Marien um 17.00 Uhr. Es spielt in bewährter Zusammenarbeit die Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl; als Solisten bereichern Kathrin Hildebrandt (Alt) und Robert Morvai (Tenor) die Aufführung.
Ein besonderes Konzerterlebnis wird somit wieder in Suhl möglich: der dramatische „Psalmus Hungaricus“ erklingt originalgetreu mit Knabenstimmen
- so wie es sich der Komponist vorstellte. Das Werk wurde für ein Festkonzert zum 50-jährigen Jubiläum der Stadt Budapest komponiert und verschaffte Kodaly 1923 den internationalen Durchbruch.
Neu: Sichern Sie sich frühzeit Ihre Platzkarte!
Für das Konzert am 1. November bieten wir Ihnen erstmalig nummerierte Platzkarten an. Am 1. Oktober beginnt der Vorverkauf bei den bekannten Vorverkaufsstellen. Sichern Sie sich frühzeitig Ihren genauen Platz mit einer nummerierten Platzkarte.
Weitere Informationen erhalten Sie auch im Chorbüro. 
In seiner „Alt-Rhapsodie“ vertonte Brahms drei Strophen von Goethes Gedicht "Harzreise im Winter" und schuf eines der herrlichsten Werke für Männerchor, Orchester und Altsolo.
Er hatte sich um das Jahr 1868 in die 24jährige Julie Schumann verliebt; diese heiratete aber im folgenden Jahr einen Turiner Grafen. Voll Liebeskummer komponierte Brahms eines seiner intensivsten und persönlichsten Werke. Das Goethegedicht schildert das Porträt eines Verbitterten, Enttäuschten, mit dem sich Brahms zu dieser Zeit identifizierte. Das Werk verklingt tröstend mit einem Gebet des bei Goethe leidenden Jünglings. Auch hier wendet Brahms das Schicksal zum Guten. Das Werk beschließt zuversichtlich mit einer Bitte um Trost in der Hinwendung zum Schöpfer.
Mit Psalmus Hungaricus gelang Kodaly 1923 der internationale Durchbruch. Das Werk wurde für ein Festkonzert zum 50-jährigen Jubiläum der Stadt Budapest komponiert.Der Text stammt aus dem 16. Jahrhundert; ihm liegt der 55. Psalm zugrunde, und nicht vom Jubel ist darin die Rede, sondern von Davids Klage, Davids Zorn. Weherufe über die Verfolger, die Zwist und Verleumdung ausstreuen, über Hochmütige, die im Geldrausch sich baden, Lügner, die ihm Fallen stellen, Freunde, die ihn verraten haben, sie gipfeln im Schrei nach Vergeltung. Als erschütternde Weheklage begreift sich denn auch die Musik:
Die furiose Orchestereinleitung, der zuerst monotone, später leidenschaftlich ausbrechende Chor-Refrain, Exclamationen der Solostimme, aufgefangen in klagenden Vokalisen des Chores.
Wohl gibt es Zuversicht, Gewißheit, daß der Herr den Verfolgten tröste, Gerechtigkeit walten lasse: Davon sprechen die letzten Verse, ihnen voran musikgewordene Visionen der Entrückung - Harfenklänge, Holzbläser und Solovioline -, hernach der sich steigernde Chor-Hymnus, endlich die jubelnde Stretta. Aber nicht der Zuversicht und dem Jubel gilt das letzte Wort, sondern der verhaltenen Trauer des Erzählers, musikalisch dem ersten, durch Klagefiguren verdichteten Chor-Refrain.
Pressebericht: Anspruch hoch gesteckt und erfüllt
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